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Vier Varianten für Führungsetage vorgestellt

Regionalkonferenz 2018 in SievernDer Kreissportbund Cuxhaven (KSB) steht in anderthalb Jahren vor vakanten Veränderungen, da auf dem Kreissporttag 2020 gleich drei Vorstandsmitglieder nicht mehr kandidieren werden. Mit dem Vorsitzenden Edmund Stolze, seinem Stellvertreter Ernst Wilhelm Hoffmann (Sportentwicklung und Verwaltungsorganisation) sowie Bernd Schiffer (Referent für den Breitensport) scheiden drei erfahrene Funktionäre aus und sagen dem Sport und dem Ehrenamt adieu.
In den vergangenen Wochen führte der KSB mit seinen 245 Vereinen und zwölf Fachverbänden drei Regionalkonferenzen in Wittstedt, Cadenberge und zuletzt in der Geschäftsstelle in Sievern durch, um möglichst zeitnah drei Nachfolger für die scheidenden Vorstandskollegen zu suchen und zu finden. „Auf uns kommt immer mehr Bürokratie zu. Deshalb müssen wir in Zukunft das Amt des ersten Vorsitzenden überdenken und evtl. von den Verwaltungsaufgaben trennen. Wenn wir es schaffen, einen Verwaltungsfachmann oder eine -frau zu finden, sind wir auf dem richtigen Weg“, gab Stolze seine These den Vereinsvertretern mit auf den Weg in die Diskussionsrunde.
Bis dato wird der KSB durch seinen geschäftsführenden Vorstand Edmund Stolze, Bodo Harms (Finanzen) und Maik Schwanemann (Vereinsentwicklung, Sportstätten und Umwelt) ehrenamtlich vertreten.
Stolze war mit der Resonanz der drei Regionalkonferenzen nicht unzufrieden, räumt aber ein: „Wir haben nur 115 Personen aus 80 von 245 Vereine erreicht. Warum interessieren sich nicht alle Vereine dafür, wie es 2020 weitergeht? Das belastet mich persönlich, da immer die gleichen Vereine anwesend sind. Diese Kritik muss ich mal los werden. Wir sind für neue Konzepte völlig offen und haben was die Neubesetzung angeht, keine vorgefertigten Meinungen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür“, betonte Stolze in Sievern, der 30 Stunden pro Woche für den KSB aktiv ist und circa zehn weitere Stunden pro Woche an Projekten und unzählbaren Tagungen teilnimmt; häufig abends und am Wochenende. Da kommen schon einmal 15.000 bis 20.000 Kilometer im Jahr zusammen.
Der KSB-Vorstand schlug vier Lösungsansätze vor, die Schwanemann und Stolze per PowerPoint-Präsentation darstellten:
Variante 1: Es geht so weiter. Der neugewählte Vorsitzende und der Vorstand übernehmen die Aufgaben genauso wie der jetzige Stelleninhaber. Das wäre finanziell eine gute Lösung. Aber wer will das machen?
Variante 2: Es gibt einen ehrenamtlichen Vorsitzenden und Vorstand plus einen hauptamtlichen Geschäftsstellen-Leiter ohne Verantwortung nach § 26 BGB. Dieser nimmt an Vorstandssitzungen teil und informiert den Vorstand. Der Vorsitzender und der Vorstand tragen weiter nach § 26 BGB die volle Verantwortung und kommen regelmäßig in die Geschäftsstelle um Arbeitsabläufe zu kontrollieren und Unterschriften zu leisten.
Variante 3: Es gibt einen ehrenamtlichen Vorsitzenden und Vorstand plus einen hauptamtlichen Geschäftsstellen-Leiter mit Verantwortung, einem Angestelltenvertrag mit besonderen Aufgaben und Befugnissen. Dafür sei möglicherweise eine Satzungsänderung erforderlich. Er leitet die Geschäftsstelle und ist der Personalvorgesetzte für die Mitarbeiter der Geschäftsstelle und nimmt beratend ohne Stimmrecht an Vorstandssitzungen teil. Hier wären Arbeitgeber-Kosten von etwa 60.000 Euro zu erwarten.
Variante 4: Es gibt einen ehrenamtlichen Vorsitzenden und Vorstand plus einen hauptamtlichen Geschäftsstellen-Leiter mit Verantwortung, einem Angestelltenvertrag mit besonderen Aufgaben und Befugnissen. Dafür ist eine Satzungsänderung erforderlich. Er führt in Absprache mit dem Vorstand die gesamten Geschäfte, einschließlich verschiedener Repräsentationsaufgaben. Er leitet voll verantwortlich die Geschäftsstelle und ist der Personalvorgesetzte für die Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Er kann Mitglied des Vorstands sein oder werden. Er nimmt dann als Vorstandsmitglied an Vorstandssitzungen stimmberechtigt teil. Die Arbeitgeber-Kosten liegen hier bei circa 100.000 Euro.
 
Nach den Abstimmungen in Sievern, Cadenberge und Wittstedt hat sich Variante 3 favorisiert.
Sollten sich die Vereinsvertreter für Variante 3 entscheiden, dann müsste der KSB laut Schatzmeister Bodo Harms seine Mitgliedsbeiträge bei den Erwachsenen pro Jahr um einen Euro erhöhen; für Variante vier 1,60 Euro.
(Artikel von Volker Schmidt)
 
 
 

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